Frau Bundesministerin Ursula Haubner freut sich über die neue Männerberatungstelle im Internet: “Maennerratgeber”:http://www.maennerratgeber.at/cms/mip/index.html.
Kaum geboren schon wieder tot
Bei genauerem Hinsehen ist das wieder so eine „österreichische Missgeburt†die wenig Sinn hat und wenig Nutzen bringt. Natürlich könnte ich mich hier noch über die Kosten auslassen (und ich weiß, was in der Ausschreibung für die Website der EU-Ratspräsidentschaft 2006 budgetiert war), aber das wäre vielleicht doch etwas unfair. Immerhin hat sich da jemand goldene Eier verdient, nicht wahr? (wir erinnern uns daran, was eine simple “Ministerseite”:http://www.karlheinzgrasser.at/ kostet).
Designfehler
Erstens müsste dem, der die Website gestaltet hat eigentlich die Berufserlaubnis entzogen werden. Ich habe selten so eine schlechte Website — voll von Usability- und Designfehlern (ok, wenigstens keine Tables) — gesehen. In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich? Ach und übrigens, die Seite sieht auf meinem “Firefox 1.0.4″:http://www.mozilla-europe.org/de/ unter “Linux”:http://www.linux.at aus wie Müll, wir Männer können nämlich manchmal mit Technik umgehen. — Ich nehme an es gibt noch einige mehr da draußen, die nicht auf Windows und IE arbeiten.
Nebenbei bemerkt: Was ich hier in den Sourcen finde: <!– meta tags für suchmaschienen etc. –>
ist sicher kein korrektes Deutsch. Gut, aber da schauen ja auch nur Männer rein …
Kein Konzept?
Zweitens ist die Website ein Beispiel, wie man es nicht machen soll! Wenn ich Menschen dazu bewegen will eine Website aktuell zu halten, dann wäre doch das “Wiki-Konzept”:http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki eine der im Moment besten Möglichkeiten dazu. Aber nein, hier wird ganz stolz eine “E-Mail-Adresse publiziert”:http://www.maennerratgeber.at/cms/mip/kontakt.html.
Senden Sie bitte ein E-Mail unter Angabe Ihres Namens bzw. Ihrer Kontaktinformation und mit Nennung der Stelle/Einrichtung/Veranstaltung/Literatur an maennerratgeber@bmsg.gv.at
Wir freuen uns, wenn Sie uns helfen, den Ratgeber möglichst aktuell zu erhalten!
Hier hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Aber ich verstehe, ein gutes Konzept hätte die Pflege des Contents miteingeschlossen, und — wie oben schon bemerkt — ist das ganze ja eine kleine Missgeburt.
Inhaltslos und unbeschwert
Drittens sind die Inhalte enttäuschend. Alles in allem nur eine große Zahl von “Links”:http://www.maennerratgeber.at/cms/mip/bereich.html?bereich=familie&thema=T002, keine konkreten Inhalte, nicht einmal wirklich Text in seiner ursprünglichen Form (will sagen kein Hypertext).
Das ist kein Grund sich zu freuen, Frau Bundesministerin. Das ist zum Weinen!
(Und das nächste mal beraten “wir”:http://www.hexagon.at/DE/ sie gerne)











