Was ist da sicher?

Ich weiß die Leute hören das ungern, aber der Bericht hier ist ja eher als Marketingaktion zu sehen, denn als seriöse Berichterstattung. [So nebenbei: Was die objektive Berichterstattung der klassischen Medienlandschaft auszeichnet, das ungefärbte Wiedergeben einer Tatsache, bringt den Leser in diesem Fall Null Information. Tja, sowas nannte sich einmal PR.]

  • Erstens sind diese Fingerprint-Sensoren relativ leicht zu knacken (PDF) (erst kürzlich gab es beim 23. CCC einen Vortrag darüber, der Server ist aber leider off),
  • zweitens kleben überall Fingerabdrücke von jedem von uns,
  • drittens ist das Kopieren des Fingerprints nicht die einzige Möglichkeit ins System einzudringen,
  • viertens braucht man trotzdem ein Fall-Back-Passwort,
  • fünftens sollte keine sicherheitsrelevante Anwendung durch solch ein System abgesichert sein.

Und es gibt noch eine Menge Argumente, die gegen den Einsatz von Fingerprint-Recognition-Systems sprechen:

  • Nur zur alleinigen Identifierung (Key) völlig unzureichend, nur als Passwort, PIN oder Signatur,
  • zu viele False-Positives,
  • Fingerabdrücke sind keine Geheimnisse,
  • einmal missbraucht gibt es keinen Ersatz (ok, jeder hat 10 Finger…),
  • es werden sichere Kommunikationswege vom Lesegerät zur Applikation benötigt,
  • Datenschutz, soziale und rechtliche Aspekte sind auch relevant, vor allem wenn die Verwendung einen Tipping Point erreicht.

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