Das Geräusch der nachbarlichen Elektro-Rollos erstickt all jene sommerlichen Geräusche, wie das romantische Zirpen der Grillen, die lallendem Wörter eines Nachbarn, das coole Geräusch eines nicht funktionierenden Feuerzeugs (in Erwartung des lieblichen Zigarettenrauchdufts, der nun sogleich zu folgen droht), ebenso, wie das aus der Ferne herübergespülte Rollen der Reifen nächtlicher Stadtlandvagabunden.
Nicht ohne beträchtliche Freude warte ich auf das alles noch überragende Klacken des Relais, das dem Motor den Strom weg nullt. KLACK! Ahhh! Stille…, diese unendliche Stille.
Und dann kommt der Rauch, welch‘ ein Genuss das doch ist, wäre ich Raucher. Nun ist wirklich Stille, ich weiß mich nur noch beobachtet von der rauchenden Nachbarin, warte genügsam auf den angeblich kommenden Regen, und hoffe insgeheim, Morgen erst wieder munter zu werden, wenn die elektrischen Rollos schon wieder ins Relais geklackt sind.

Die Stille, die keine ist. Tief im Land oder auf’m Berg ist wohl mehr Stille? Und weniger Strom. Klack!

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